Mi 17 Feb 2010
Mixa und die sexuelle Revolution
Geschrieben von waschecht unter Allgemein |
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Nun wissen wir Bescheid. Die 68er sind schuld daran dass Priester Schutzbefohlene für ihren unterdrückten und/oder unreifen sexuellen Wünsche missbrauchen. Dann sind sicher die vielen Zukunftsromane daran schuld dass man heute bis zum Mond fliegen kann.
Diese Äusserung des Bishofs Mixa verhöhnt nicht nur die Opfer jahrelangen Missbrauchs, es zeigt auch wie die Kirche Sexualität teilweise sieht. Nicht etwa als eine normale menschliche Eigenschaft (und auch der Tiere), die vor allem der Fortpflanzung dient, sondern als ein manipulatives Phänomen welches nicht dem Mensch eigen ist. Die Natur hat es allerdings so eingerichtet dass kaum ein Mensch diesen sexuellen Bedürfnissen entgehen kann, auch Priester nicht. Wenn man das alles so liest und hört fragt man sich doch als normal sexuell lebender Mensch ob manche Leute nicht nur Priester werden um ungestraft Kinder missbrauchen zu können. Denn es drängt sich mir immer wieder die Frage auf – warum sind diese Leute nicht hinter Gitter wie andere Leute auch die Kinder prügeln und vergewaltigen?
Mit welchem Recht werden diese Leute vor dem Gesetz geschützt? Auch wenn sie in ihrer sexuellen Entwicklung gestört sind, haben sie doch nicht das Recht aufgrund ihres Priestertum von weltlichen Strafen befreit zu sein. Das will mir einfach nicht in den Kopf.
Ist das kirchlich verordnete Zölibat schuld? Könnte man meinen wenn man die Zahl der Vorfälle mit denen in der evangelischen Kirche vergleicht. Andererseits leben viele Menschen freiwillig zölibatär ohne dass sie auf unschuldige Opfer losgehen.
Der Punkt scheint einfach in der dogmatischen Handhabung seitens der Kirche mit Sexualität überhaupt zu liegen. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein, ganz einfach. Das sexuelles Verhalten nicht nur eine Frage des eigenen Willens ist, sollte sich auch langsam bis zu Kirche herumsprechen. Denn seit 1968 gibt es diesen Missbrauch nicht erst, den gibt es schon solange diese Klosterschulen und Jugendzentren bestehen. Untersucht wurden Fälle seit 1910.
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