Da gibt es sie also, die Missbrauchsfälle in der Kirche und der Aufschrei ist gross. Doch ist das alles so neu?
Das die Kirche, namentlich die katholische Kirche, kein gutes Händchen in Sachen Sexualität hat ist bekannt.
Noch heute werden Kondome abgelehnt. Noch heute gibt es das Zölibat.
Und Kinder werden immer noch durch die Erbsünde gezeugt.
Als Ergebnis gibt und gab es seit Jahrhunderten schon Missbrauch, Pädophilie und Homosexualität in der Kirche.
Beispiel gefällig?
Zitat:
“Für den Zeitraum 1723 bis 1820 belegen die Akten, die in den Diözesanarchiven gesichtet wurden, nicht weniger als 3.775 Fälle, in denen es um geschädigte Beichtkinder geht. Ein großer Teil der Beschuldigten hatte hohe Ämter inne.”
Untersucht wurden hier Akten in Spanien.
(Zitiert aus einem Artikel des Heise Verlags. Link: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32073/1.html)
Es gab Päpste, deren Amtszeit weniger durch geistliche Botschaften, den durch sexuelle Ausschweifungen bekannt wurden. So z.B. Papst Alexander VI (Borgia), dem legendäre Orgien nachgesagt werden.
So verwundert die jetzige Aufregung schon ein wenig. Immerhin ist das Zölibat sicher nicht eine probate Methode um die Sexualität des Menschen zu stoppen. Sexualität gehört zum Menschen dazu. Und Priester die einen Lebensgefährten haben dürfen und auch Sex, sind sicher wesentlich weniger gefährdet! Doch so einen Umschwung in der katholischen Kirche anzuregen dürfte einer Revolution gleichkommen.
Und irgendwie ist zu bezweifeln, das ausgerechnet ein deutscher Papst solcherart von sich Reden macht.

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