Mo 23 Nov 2009
Medienmogule suchen nach Online Geldquellen
Geschrieben von Feigenblatt unter Allgemein |
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Leute die unsere Geschichten klauen ist in Spiegel-Online zu lesen. Australiens Medienmogul der einige etablierte Presseprodukte (z. B. das Wall Street Journal) inne hat, will Suchmaschinen aussperren und die Onlineausgaben seiner Printmedien nur noch kostenpflichtig zur Verfügung stellen.
Australiens öffentlicher Rundfunksender ABC nannte die Pläne Murdochs für bezahlte Inhalte im Internet das “klassische Spiel eines Imperiums im Niedergang”
So könnte man es auch nennen. Sollen sie doch, bekomme ich dort keine passenden Informationen lese ich halt Bild bei der sowieso die User den Content einstellen. Womit klar ist dass die Zielgruppe nicht der gemeine Bürger sein kann. Wer liest schon das Wall Street Journal ausser elitäre Insider? Sollte man meinen. Doch die Meldungen häufen sich, so hat sich auch z. B. Spiegel Online monetäre Strategien ausgedacht den Onlineauftritt zu finanzieren.
Nun sind gute Recherchen nicht gesät wie Blogs und der Alltagstwitter. Für gute Recherchen bin ich persönlich auch bereit zu zahlen. Eine Dokumentation die fundiert ist, gut recherchiert und vielleicht noch einen authentischen Vorort-Aufenthalt erfordert, kann nicht kostenlos sein, genauso wenig wie andere geschützte Werke. Es ist und wird ein Dauerthema bleiben, wie schützt man digitalisierte Medien die ihr Geld “wert” sind. Schaut man in die jüngste Vergangenheit ist das Gejammere darum bei der Content- und Medienindustrie immer wieder sporadisch zu hören un der Schrei nach dem Gesetzgeber recht laut. Und das weil genau diese Industrie sich jahrelang geweigert hat das Internet mit seinen Möglichkeiten ernst zu nehmen, anstatt von Anfang an diese medialen Chancen richtig wahr zu nehmen und zu investieren. Nun ist es erkannt und es wird monetär deutlich. Wie schrecklich aber auch. Hier sage ich “selber Schuld”. Erst eine technische Entwicklung verpennen und dann nach dem Gesetzgeber schreien um die eigenen Unzulänglichkeiten wieder auszubügeln.
Lasst Euch echte Mehrwerte einfallen die Online und Print verbinden, Euren Lesern wirklich bei der Informationsbeschaffung und Auswertung helfen, dann wird auch gezahlt. Aber für Anzeigenabhängigkeiten, Lobbyverfasste und Gefälligkeitsartikel wirds kein Geld vom Leser geben. Der Traum einen Button “hier zahlen” einzubinden und dann rollt der Rubel schon, den hatten schon andere die Internet verschlafen haben. Den Niedergang der Hedgefonds hätte auch ein Wall Street Journal schon mal eher anmahnen können. Fachjounalismus muss auch fachlich rüber kommen. Alltagsnews sind morgen von gestern, die zahlt sicher keiner.
Machen wir halt noch eine “Flatrate”, eine für die GEZ, eine für Musik, eine für Filme, eine fürs Internet, eine für die Presse, eine für Kultur und so weiter. Es werden dann noch einige kommen, Radio fällt mir da gerade noch ein, die privaten Radiosender müssen ja auch leben. Wenn das nicht klappt, schaffen wir halte Werbeflatrate, die Werbeindustrie ist ja auch ziemlich gebeutelt, und zum guten Schluss eine Suchmaschinenflatrate, wenn diese nicht mehr Inhalte von grossen Medienkonzernen indizieren dürfen, gehen die Einnahmen sicher auch zurück?
