Da fährt eine Bischöfin der evangelischen Kirche betrunken, konkret mit 1,54 Promille Alkohol, Auto und wird dabei erwischt. Und schon ist es gross das Geschrei! Da ist in den ‘Schlagzeilen von Höllenfahrt und Sünderin die Rede.

Selbstverständlich ist eine Alkoholfahrt kein Kavaliersdelikt. Aber ich bin sicher das diese Fahrt eine wunderbare Ablenkung war für einen Sündenfall, den ich als den wesentlich schlimmeren empfinde. Dem jahrelangen Missbrauch von Schutzbefohlenen an katholischen Schulen und der erschreckenden Art und Weise wie die Kirche, namentlich die Jesuiten damit umgegangen sind.

Missbrauch von Kindern ist strafbar, genau wie eine Autofahrt unter Alkohol. Aber offenbar handelt es sich dabei schon um ein Kavaliersdelikt, den obwohl die Verantwortlichen davon wussten, wurde niemand zur Rechenschaft gezogen!
Keine Anzeige, kein Gerichtsverfahren, kein Gefängnis, stattdessen Versetzung an andere Schulen wieder mit Kindern.

Hier wurde vertuscht, weggesehen, gelogen und betrogen. Auch Menschen die für die Kirche arbeiten sind nur Menschen und machen Fehler. Und mir ist eine Bischöfin, die auch strafrechtliche die Konsequenzen ihrer Alkoholfahrt trägt lieber als Lehrer, die sich noch immer an Kindern vergehen können, weil die Kirche schweigt oder vertuscht.

Es ist ein Verbrechen, sich an Kindern zu vergehen, das gilt auch wenn man in der Kirche ist. Die Täter gehören bestraft, mit allem was das deutsche Gesetz dafür vorsieht.
Noch mehr bestraft gehören in meinen Augen allerdings die, die obwohl Sie davon wussten, es nicht zur Anzeige gebracht haben sondern vertuscht haben.  Diese Leute gehören ins Gefängnis, Kirche hin, Kirche her. Und das für möglichst lange Zeit.

Alkoholisiert Auto zu fahren ist schlimm und es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen die Bischöfin daraus zieht. Zumindest der weltlichen Gerichtbarkeit stellt sie sich. Ob weitergehende Schritte erforderlich sind kann nur Sie und die evangelische Kirche entscheiden.

Kindesmissbrauch kommt für mich gleich nach Mord. Und merkwürdigerweise hat es hier bisher keine Konsequenzen gegeben! Lediglich Versetzungen, sogar ins Ausland um der deutschen Gerichtsbarkeit zu entgehen, hat es gegeben.

Merke: Sünde ist kein Privileg der normalen Menschen, Sünde kann uns alle treffen!

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Im August 2008 habe ich schon einmal über Verpackungen geschrieben.
Damals war von Mogelpackungen und Luftverpackungen die Rede.
Es gibt ein Sprichwort: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Pustekuchen! Den da gibt es ja noch die EU. Und die hat netterweise neue Möglichkeiten zum Betrügen geschaffen!
Unter dem Deckmantel der Liberalisierung wurden diverse Verpackungsnormgrössen abgeschafft. So soll der Hersteller nicht mehr unterschiedliche Verpackungsgrössen für verschiedene Länder produzieren müssen (Kostensenkung), und für den Verbraucher sollte das vergleichen von Produkten besser funktionieren.
Tatsächlich ist das ganze aber nur eine Möglichkeit mehr, für die Hersteller versteckte Preiserhöhungen durchzuführen oder schlicht zu betrügen.
Wie funktioniert das ganze und warum?
Beispiel Schokolade. Eine Schokolade war bisher in Deutschland mit einer Verpackungsgrösse von 100-, 125-, 250-, 500- oder 1000-Gramm- vorgeschrieben. Diese grössen sind jetzt weggefallen. Konsequenz: Sie greifen in das Regal und kaufen eine Schokolade. Der Preis, großgeschrieben und daher auffällig hat sich nicht geändert. Und doch hat sich was geändert. Statt 100 Gramm sind nämlich nur noch 90 Gramm in der Schokolade. Also 10% weniger!
Ich nenne sowas eine versteckte Preiserhöhung. Da in Deutschland ausserdem keine Pflicht zur Angabe eines Grundpreises besteht, kann ich also nur mit Hilfe eines Taschenrechners tatsächlich Preise vergleichen.
Interessant ist auch, was alles von der neuen Vorschrift betroffen ist, nämlich Grundnahrungsmittel und Artikel des täglichen Gebrauchs!
Das betrifft zum Beispiel Milch, Kakao, Wasser, Limonade, Fruchtsäfte, Zucker, Mehl, Schokolade, Waschmittel und Reiniger.
Ein paar Produkte haben allerdings noch immer ihre Normgrössen!
Bei Wein, Sekt und Spirituosen bleiben die vorgeschriebenen Größen beispielsweise vorerst bestehen.
Mit eine bischen Nachdenken kommt man auch schnell darauf, warum das so ist!
Stellen sie sich vor, wenn in der Flasche Bier nicht mehr 0,33 Liter oder 0,5 Liter oder 1 Liter sind.
Ein nationaler Aufschrei wäre die Folge. Schlagzeilen über Betrug würden die Medienlandschaft beherrschen, sogar von Boykott wäre die Rede.
Mein Tip: Geben sie acht was sie kaufen und wieviel es wiegt!

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Hach, ist das schön was sich notorisch ignorante Politiker wieder ausgedacht haben um die Staatsräson zu verbessern. Kaum ist der Sturm vorbei wird “aufgeräumt”, und das unter dem Mantel des Jugendschutzes. Da sollen Provider und Webmaster verpflichtet werden nur noch Webseiten durchzulassen die auch mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet sind. Und diese soll in Staffeln von 0 bis 18 Jahre gehen. Wer nicht folgt wird mit hohen Geldstrafen belegt. Der Steuerzahler sollte Reisen nach China verweigern, denn da müssen diese Politiker, die konsequent Demokratie verweigern, gelernt haben. Wann kapieren diese weltfremden Leute endlich das Jugendschutz Eltern und Erziehersache ist und nicht als Zensurkeule für Erwachsene missbraucht werden darf. Wie soll ein Webmaster wissen ob seine Seite ab 0 Jahren “ungefährlich” ist. Was sind das alles für Theorien das Internet ein Kindernet zu sein hat?

Internet ist keine Spielwiese ab 0 Jahren, Internet ist ein Wirtschaftsmotor mit internationalem Austauch und kein Kinderspielplatz. Wenn Ihr den Jugendschutz ernst nehmen würdet, hätten Eltern und Erzieher mehr Mittel an der Hand ihre Schützlinge aufzuklären und eigene kindgerechte Filter zu installieren. Erwachsene zu zensieren um Jugendschutz zu praktizieren ist wohl das dümmste was einem angeblichen Demokraten einfallen kann.

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Nun wissen wir Bescheid. Die 68er sind schuld daran dass Priester Schutzbefohlene für ihren unterdrückten und/oder unreifen sexuellen Wünsche missbrauchen. Dann sind sicher die vielen Zukunftsromane daran schuld dass man heute bis zum Mond fliegen kann.

Diese Äusserung des Bishofs Mixa verhöhnt nicht nur die Opfer jahrelangen Missbrauchs, es zeigt auch wie die Kirche Sexualität teilweise sieht. Nicht etwa als eine normale menschliche Eigenschaft (und auch der Tiere), die vor allem der Fortpflanzung dient, sondern als ein manipulatives Phänomen welches nicht dem Mensch eigen ist. Die Natur hat es allerdings so eingerichtet dass kaum ein Mensch diesen sexuellen Bedürfnissen entgehen kann, auch Priester nicht. Wenn man das alles so liest und hört fragt man sich doch als normal sexuell lebender Mensch ob manche Leute nicht nur Priester werden um ungestraft Kinder missbrauchen zu können. Denn es drängt sich mir immer wieder die Frage auf – warum sind diese Leute nicht hinter Gitter wie andere Leute auch die Kinder prügeln und vergewaltigen?

Mit welchem Recht werden diese Leute vor dem Gesetz geschützt? Auch wenn sie in ihrer sexuellen Entwicklung gestört sind, haben sie doch nicht das Recht aufgrund ihres Priestertum von weltlichen Strafen befreit zu sein. Das will mir einfach nicht in den Kopf.

Ist das kirchlich verordnete Zölibat schuld? Könnte man meinen wenn man die Zahl der Vorfälle mit denen in der evangelischen Kirche vergleicht. Andererseits leben viele Menschen freiwillig zölibatär ohne dass sie auf unschuldige Opfer losgehen.

Der Punkt scheint einfach in der dogmatischen Handhabung seitens der Kirche mit Sexualität überhaupt zu liegen. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein, ganz einfach. Das sexuelles Verhalten nicht nur eine Frage des eigenen Willens ist, sollte sich auch langsam bis zu Kirche herumsprechen. Denn seit 1968 gibt es diesen Missbrauch nicht erst, den gibt es schon solange diese Klosterschulen und Jugendzentren bestehen. Untersucht wurden Fälle seit 1910.

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Hm, eine Meldung die mich doch mal positiv gestimmt hat was das EU-Parlament überhaupt angeht. Es soll ja doch tatsächlich das erste Gesetz sein welches vom Parlament gekippt worden ist, welches zuvor vom EU-Rat eingebrockt wurde. Das ist die eine Seite die ich dabei sehe. Die andere ist, wieso hat der EU-Rat überhaupt die Stirn alle internationalen Überweisungsdaten aus und zwischen europäischen Ländern den USA quasi auf dem Tablett zu servieren? Ein Tag der offenen Tür sollte doch eigentlich Präsentationen vorbehalten sein.

Natürlich war es wieder der Terrorismus der angeblich nicht anders bekämpft werden kann wie alle Bürger erstmal als Terroristen zu behandeln und sie ausspionieren zu lassen. Es wäre wieder ein weiterer Schritt in die Beweisumkehr gewesen, der Staat muss nicht die Schuld beweisen, sondern der Bürger seine Unschuld. Und das kann er scheinbar am besten indem er sich von oben bis unten und von vorne bis hinten in all seinen Lebensbereichen durchleuchten lässt.

Noch eine Seite, die man leicht vergisst, Wirtschaftsspionage ist auch ein Aspekt beim ungehinderten Datenaustausch. Wenn man an die hoch monetäre gesellschaftliche Struktur der USA denkt, kann leicht der Verdacht auftauchen das Daten von den Geldflüssen nicht nur dem Antiterror-Gebahren nützt, sondern auch der nordamerikanischen Wirtschaft. Ich meine wir haben schon genug von den Krisen über den Teich mitnehmen müssen.

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Offensichtlich wollen Jugendschützer im Internet eine Sicherheit erreichen die es im realen Leben auch nicht gibt. In einem neuen Gesetzentwurf zum Medienstaatsvertrag sollen nun auch Social Networks besser auf Jugendschutz kontrolliert werden können. Zwar unter dem Mantel einer Selbstkontrolle, folgt man dieser nicht, gibt es Ordnungsstrafen. Bei aller Diskussion um einen virtuellen Jugendschutz fehlen immer die Eltern und deren Aufsichtspflichten – und der Hinweis auf funktionierende Filterprogramme. Das Internet ist kein Kinderspielplatz, es wurde auch nicht geschaffen um Kinder unabeaufsichtigt durch die Welt fliegen zu lassen. Es ist ein Medium wie jedes andere auch und die Erziehungsberechtigten müssen sehen was ihren Kindern schadet. Der Pornofilm im Schlafzimmerschrank unterliegt der Aufsicht der Eltern, einen Internetzugang kann von keinem Kind bestellt werden, dazu muss man erwachsen sein und diesen auch bezahlen können. Wer als Erwachsener seine Kinder ungehindert und ungefiltert surfen lässt, handelt fahrlässig. Nicht der Anbieter aus Holland, USA oder sonstwo auf der Welt ist dafür verantwortlich wer seine Inhalte sieht, sondern die Leute die bestimmte Angebote suchen und, wenn diese Inhalte nicht Jugendgerecht sind, diese auf dem heimischen PC zu filtern, genauso wie den Pornofilm sicher zu verschliessen. Alles andere ist aktive Zensur unter dem Mantel des Jugendschutzes. Aber das kennen wir ja schon.

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fordere ich jetzt mal so dreist wie diese Lobbyisten die Aussperrung von Menschen fordern. Warum? Weil diese Industrie zu dämlich ist ihre  Mitglieder vor immensen Verlusten zu beschützen. Wenn ich Zahlen lese wie auf 1 legalem Download kommen 10 illegale, dann hat diese Industrie nichts im Netz verloren. Dann sind 90% aller Dateien mit Musik, Film und anderen verwertbaren Dateien für den Konsum illegal. Damit hat sich diese Industrie ein Verweilen im Netz gründlich verscherzt. Wenn diese Lobbyisten nun auch noch fordern Leute vom Onlinegeschehen auszusperren (was hirnrissig weil unkontrollierbar ist), was haben dann diese Nasen noch im Netz verloren die ihren Mitgliedern 90% der Einnahmen durch die Latten gehen lassen?

Auf ganzer Linie versagt haben diese Manager und wollen nun die Fans dafür bestrafen, weil sie sich haben beklauen lassen. Warum klagt kein Künstler gegen diese Manager weil diese durch Dauerschlaf die Online-Absatzwelt ausser acht gelassen haben und dadurch ihren Fans erstmal garnicht die Möglichkeit gegeben haben legal einzelne Titel zu erwerben, obwohl es technisch diese Möglichkeiten schon lange gab. Man hätte schon ein bischen investieren  müssen, aber auch das wurde anderen überlassen, nämlich den Usern die durch ihre monatlichen Kosten die Leitungen und die Infrastruktur bezahlt haben und bezahlen.

Die “Bedürfnisse” der Entertainment-Industrie gehen inzwischen soweit dass diese ohne Gerichte (also unter Umgehung der normalen gesetzlichen Wege) Bürger vom Internet fernhalten wollen. Dazu wird sich hinter verschlossenen Türen mit Politikern getroffen um Internetteilnehmer “ohne Harmonisierung der Gesetze in den Mitgliedsstaaten” sanktionieren zu können.

So sehr ein Künstler ein Recht auf seine Vergütung hat, so sehr hat auch eine Verwertungsgesellschaft die Zeichen der Zeit zu sehen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken und hinterher zu jammern und anderen die Schuld zu geben. Fans, also die eigene Kundschaft, zu kriminalisieren ist das Dümmste was einem Lobbyisten einfallen kann. Ich hätte Verständnis dafür wenn auf internationaler Ebene Abkommen zustande kommen nach denen illegale Fileserver schnell abgestellt werden können, den Jungs auf die Finger geklopft, auch mit empfindlichen Strafen und der Downloadgemeinde klar gemacht werden würde – so nicht. Aber Jugendliche für ein paar Musikstücke in den Ruin treiben ist ja wohl das Letzte. Wäre ich Künstler würde ich der Verwertungsgesellschaft schon dafür die Rechte entziehen meine Kunst derart zu missbrauchen und einen Onlinespezialisten mit der Wahrung meiner Interessen beauftragen.

Man kann bei soviel Unverschämtheiten gegen die eigene persönliche Integrität garnicht genug Finger für ordentliche virtuelle Ohrfeigen haben. Dafür bin ich sicher nicht zur Europawahl gegangen um mir von den Lobbyisten meine Rechte als Bürger abnehmen zu lassen, indem Möglichkeiten geschaffen werden mir ohne Möglicheiten auf einen Rechtsweg bezahlte Leistungen beschneiden zu lassen, und das noch mit Hilfe von “Volksvertretern”.

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Australien denkt weiter über Netzsperren nach, die SPD bekommt auch mit Rückenwind von 130000 Petitionsunterzeichnern keine vernünftige Position zu Netzsperren gebacken.

Wen interessiert das eigentlich? Es geht doch nur um Leute die illegal Dateien verbreiten und Leute die illegales Zeug ins Internet laden.

Leider geht es doch um einiges mehr und die Gemüter neigen zu unsinniger Polarisierung.

Polarisierung für “gute Downloads,” natürlich nur solche die einer Industrie bezahlt worden sind und “schlechten Downloads”, das sind dann wohl diese welche von “illegalen Fileservern” stammen. Was ist ein illegaler Fileserver? Auch meine private Festplatte die ich teilweise für Freunde öffne?

Geht es nach den Verwertungsgesellschaften sind wohl alle Dateien die ihnen nicht bezahlt werden illegal, es könnte ja irgendwo eine Stimme von Michael Jackson dazwischen sein, Mitschnitte aus “Wer wird Superstar” oder irgendwelchen anderen kulturellen Sinnlosigkeiten oder Sinnkeiten die eigentlich niemanden interessieren ausser den Leuten die damit Kasse machen wollen. Es existieren Gruppen in jedem Land die das Recht gepachtet haben möchten im Namen der Künstler deren Fans zu kriminalisieren. Und wer dieser Industrie schadet sind natürlich die privaten Festplatten der Fans die Musik/Filmdateien ihren Freunden und Bekannten zur Verfügung stellen. Ich rede hier nicht von echten Raubkopierern die CD kopieren und verkaufen, auch nicht von Plattformen die im grossen Stil Dateien verbreiten, ich spreche hier von einem privaten Bereich welcher durch eine Lobby mit Hilfe der Gesetzgebung reglementiert werden soll.

Diese Lobbygruppe wird von Medien wie Presse, deren Anzeigenkunden, herkömmlichen Vertriebswegen und anderen Geldflüssen regiert. Die Lobbygruppe besteht aus vielen kleinen Gruppen welche am Markt von Produktion und Vertrieb im Entertainment beteiligt sind. Alle haben eines gemeinsam, sie haben die “private Raubkopie” als Umsatzsenker entdeckt.
Das Problem ist immer noch dass diese alteingesessenen Strukturen im Wanken sind und niemand so recht einzuschätzen mag wohin sie wanken.
Internet ist Kommunikaton und wurde nicht geschaffen um Lobbyisten und Industrieinteressen zu verteidigen. Und ich denke es wurde auch nicht geschaffen Menschen zu kriminalisieren, die einerseits Produkte kaufen sollen, aber wenn sie diese kaufen, nicht verwenden dürfen.
Ich darf zwar mit einem nicht zugelassenem Auto auf meinen privaten Gelände üben, aber nicht auf einer öffentlichen Strasse. Es dient der Sicherheit aller und das ist auch richtig so. Aber ich kann nicht Filesharer kriminalisieren weil sie auf ihren privaten Rechnern “nicht zugelassene” Dateien austauschen, die sie zwar gekauft haben, aber nun auf ihrem Rechner nicht verwenden dürfen indem sie Freunden ihre Neuerwerbung vorspielen. Sie bewegen sich im privaten Bereich, wenn ich Besuch bekomme, frage ich auch nicht die Gema ob ich meine CD diesem Besuch vorspielen darf.
In meinem Wohnzimmer bin ich dann ein legaler Nutzer, auf meinem privaten Rechner den ich mit meinen Freunden vernetzt habe, plötzlich nicht mehr. Dann bin ich kein Mensch mehr, sondern ein “illegaler Filesharer” und muss das auch noch beweisen, sonst wird mir ein Verbot ausgesprochen.
Welches denn, überhaupt ein Telefon nutzen zu dürfen oder das TCP/IP nicht mehr? Filesharing geht auch mit anderen Netzprotokollen.
Das in diesen Konflikten zwischen Privat und Kommerz nur zugunsten des Kommerz und für kriminalisierung der Nutzer entschieden wird, das kann nicht sein aus meiner Sicht.
Am besten macht man dann gleich ein Gesetz welches jeden Bürger verpflichtet sich selbst anzuzeigen wenn man 1. Musik hört von der man nicht sicher ist ob diese auch irgendwo gekauft wurde, und 2. jeden Internetbenutzer verpflichtet Dateien mit einschlägigen Endungen wie mp3, mpeg etc. nur durch Abklicken von 99Cent bei Abrechnungsprovidern anzuhören, egal ob ich meinem Freund zeigen will was ich aus meiner Amateurfidel gelassen habe oder ich mir kurz anhören möchte ob ich mir die CD auch kaufe die mir mein Freund in Hamburg kurz anspielt.

Es geht hier nicht einmal um Meinungsfreiheit, die ja auch vielen Politikern ein Dorn im Auge ist, weil sich Meinung eben sehr schnell übers Netz verbreiten lässt, es geht tatsächlich darum privaten Nutzern zu verbieten ihre CD in den Rechner zu legen und diese Freunden beim Onlinespiel oder anderen gemeinsamen Freizeitaktivitäten per Netz vorzuspielen, denn das ist wohl eine öffentliche Aufführung?

In letzter Konsequenz geht es genau darum den privaten Bereich zu kontrollieren, und dort “kriminelle Elemente” auszumachen, die sich erdreisten ihren Freunden an der gekauften Musik teilhaben zu lassen.

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Das Bundesverfassungsgereicht entscheidet über die Verfassungsmässigkeit der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung. Wann wissen wir nicht genau, heute findet eine mündliche Verhandlung darüber statt.

Soweit so gut – ist mir aber doch irgendwie das Wort “verdachtsunabhängig” aufgefallen. Daten auf Vorrat speichern, hm ja, Vorräte legen sich Hamster oder Eichhörnchen für den Winter an und das völlig ohne Verdacht ob der Winter kalt oder warm ausfällt. Nun sind die Bürger keine Hamster, sondern in der Mehrheit Leute die schon froh wären, könnten sie überhaupt etwas hamstern und nicht vor dem jedem Ersten überlegen wie sie ihre Stromrechnung aufbringen, die lt. Verbraucherschutzverbänden sowieso viel zu hoch ist. Gäbe es in Deutschland wenigstens ein Wahlrecht ob man einen Stromanschluss will oder nicht, könnte man sich ja mit der “Dummheit” des Bürgers rausreden dass er sich nicht den preiswertesten sucht, aber mit Zwangsanschlüssen seine Kunden so abzuzocken halte ich schon für verwegen.

Wer morgens zur Arbeit hechtet und sich Gedanken machen muss wie er den Monat um bekommt ohne am Ende ganz ohne Geld dazustehen, den interessiert der Begriff “verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung” vielleicht nicht wirklich.

Der Kern ist für mich das “Verdachtsunabhängig”. Es können nicht, nein es MÜSSEN sogar völlig ohne Verdacht dass etwas krimininelles geschieht ein halbes Jahr lang auf Kosten der Provider persönliche Verbindungsdaten von Telefon, Handy und Internet gespeichert werden und aufbewahrt werden. So will es die EU.

Auch wenn man nicht über Sinn oder Unsinn der Massnahme an sich diskutieren mag, gespeichert wird auch ohne diese EU Gesetze einfach durch Logfiles und Daten für Abrechnung, schliesslich zahlt man auch nur die Verbindungen die man selbst angewählt hat. Und für alles was Geld kostet werden normalerweise Rechnungen ausgestellt und dafür werden sowieso schon sämtliche Daten gebraucht, sie sind also schon vorhanden und das wohl auch für einen längeren Zeitraum als 6 Monate.

Die angeblich anonyme Speicherung der “verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung” ist im Zusammenhang mit der normalen Rechnungsstellung der Telefonprovider also ein Witz, mit Verlaub.

Es gibt keine anonyme, verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung, es gibt anonyme Datenschnüffelei durch Leute die Zugriff auf meine persönlichen Daten haben und damit einiges an Unfug anstellen können. Deshalb mutet der Ruf der Polizei ohne dieses Gesetz sei die Polizei blind taub schon merkwürdig an, das Hauptargument war bislang Terrorismusbekämpfung, das hört man schon garnicht mehr, sondern jeder öffentlich vereidigte oder auch nicht vereidigte Sachbearbeiter kann meinen Kontostand einsehen, auch völlig ohne Verdacht, schliesslich kennt man ja seine Leute und diese wiederum kennen auch wieder Leute, wir kennen das ja. Das Datenschutzgesetz ist für Leute die es wissen wollen eigentlich nicht existent.

Laut Spiegel sagte Klaus Jansen sinngemäss:

Die individuelle IP-Adresse eines
Computers sei für die Polizei genauso wichtig wie ein Fingerabdruck und die
DNA eines Straftäters.

Sind nun Fingerabdrücke und DNA auch auf Vorrat und verdachtsunabhängig verfügbar, muss ich die Familien und Lan-Party Tastatur nun ein halbes Jahr nicht säubern oder im Internetcafe die Maus nicht mehr putzen oder im Restaurant die DNA verdachtsunabhängig mittels Tesastreifen eines jeden Gastes sichern?

Für wen soll es also gut sein, dieser Zwang zum “VERDACHTSUNABHÄNGIGEN” Speichern meiner “Fusspuren” durch digitale Welten? Welche Rechnung soll uns Bürgern da aufgemacht werden?

Das Wort VERDACHTSUNABHÄNGIG sollte eigentlich reichen. Das hat mit Demokratie und Bürgerrechten NICHTS mehr zu tun, sondern es sichert Rechte der Kontrollorgane ohne Verdacht. Das heisst Kontrollorgane, welche auch immer, haben die Möglichkeit mein Privatleben ohne Verdacht zu durchleuchten. Ist so ein Damm erst einmal durchbrochen, wird sich ein jeder Bürger über die Eigendynamik von Verdachtsunabhaengig wundern und darüber warum der Nachbar noch merkwürdiger dreinschaut als sonst.

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Laut einer englischen Umfrage will nur jeder 20.ste für Onlineartikel und Onlinenachrichten zahlen. Das passt Medienmogulen nun garnicht, wen wunderts. Aber so ist das wenn man zu spät kommt, man muss sehen wie man sich in einen Markt mogelt von dem man bis dahin gedacht hat ihn ignorieren zu können. Wer wie ich das Internet noch aus den Kinderschuhen kennt und in diesen Zeiten versucht hat mit den Printmedien zwecks Kooperationen, Inhalte und Internetauftritten zu verhandeln, kennt die Arroganz mit der einige Verlagshäuser vorgegangen sind. Diese befanden sich in schöner Eintracht anderer Medienverkäufer die dachten das Wort digital bedeutet sowas wie “dünne Berguhr” (frei nach einem Sketsch mit Didi Hallervorden). Verlage und andere Medienindustrien haben nur partiell und temporär ins weltweite Netz investiert, alles was jetzt möglich ist, wurde nicht von den Medienmogulen geschaffen die jetzt ihren, aus meiner Sicht, dadurch ungerechtfertigten Tribut, fordern. Sie können von mir aus ihre ganze Onlineausgabe kostenpflichtig machen. Deshalb lese ich noch lange keine Zeitung die ich auch ohne Internet nicht kaufen würde. Früher haben mir die Überschriften mancher Illustrierte gereicht um mal eine Ausgabe zu kaufen. Im Internet würde mir das im Traum nicht einfallen, schliesslich hat die Community, von der auch die Printausgaben profitieren, genauso viel zu sagen und oft mehr und tieferes Wissen als derjenige der gerade in einer Zeitung schreibt. Dazu kommt noch ein Punkt, die Printausgaben schreiben oft “Gefälligkeitsartikel” für ihre Werbekunden, das wird online nicht anders sein. Und für einseitigen Journalismus, u. U. auch gepaart mit Lobbyismus, war ich sowieso noch nie bereit mein sauer verdientes Geld auszugeben und werde ich auch in Zukunft nicht.

Wer gut dokumentierte Abhandlungen, Reiseberichte, private wissenschaftliche Studien und andere Dokus deren Erstellung nicht billig ist, umsonst verkauft, egal wo, ist meines Erachtens einfach dumm und verheizt so seine Mitarbeiter, von daher ist das Ansinnen der Printmedien an sich ja nicht falsch.

Aber dort liegt dann auch die Chance vieler freier Journalisten im Internet Informationen und Meinungen zu schreiben die nicht von einem Werbekunden abhängig sind. Da zahle ich sicher auch gerne meinen Salär auf der Homepage des Reporters von dem ich weiss dass er unabhängig und fundiert berichtet. So wird die Print-und Medienindustrie weiter das Internet unterschätzen. Und – mal ehrlich, ich hoffe dass sie das weiterhin tun, damit haben viele andere unabhängige Leute Chancen für ihre Arbeit entlohnt zu werden, sei es mit eigener Werbung oder eben eigene Einnahmen für guten Journalismus.

Ich denke dass die Zeit der grossen Medienverlage ablaufen wird und diese sich dadurch dann selbst die verdiente Ohrfeige gegeben haben.

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